Keine neue Rolle, sondern das Ende der Schauspielerei.
„Heute ist der 24. Dezember. Während ich das schreibe, stehe ich vor den Scherben meiner Familie. Und ich weiß, was manche jetzt denken werden: ‚Ist das wieder so eine Phase? Schreibt er das nur, um sich wichtig zu machen? Ist das nur Spinnerei?‘
Ganz ehrlich: Diese Fragen stelle ich mir selbst auch. Die Angst, dass man mir nicht glaubt oder dass ich wieder nur in ein neues Muster rutsche, ist da.
Aber genau das ist der Punkt: Ich habe mein Leben lang versucht, ‚besonders‘ zu sein, mich unsichtbar aufzuopfern und Rollen zu spielen, um dazuzugehören. Ich habe meinen Platz immer bei anderen gesucht und mich dabei selbst verloren. Damit ist jetzt Schluss.
Ich poste das hier heute nicht für Likes oder Mitleid. Ich tue es als Zeugnis für mich selbst. Ich habe heute die Tür zu meiner eigenen Wahrheit einen Spalt weit aufgestoßen. Ich merke: Ich muss nicht perfekt sein, um als Peer anderen zu helfen. Gerade meine Brüche und mein jetziges Scheitern sind das, was mich echt macht.
Ich habe keine fertigen Antworten. Ich habe nur diesen einen Moment der radikalen Ehrlichkeit. Ich fange heute an, einfach da zu sein – ungeschminkt, verletzt und ohne die Maske des ‚Gutmenschen‘.
Wer diesen Weg mitgehen will, ist herzlich eingeladen. Wer es für Spinnerei hält – auch das ist okay. Ich muss nicht mehr jedem gefallen. Ich muss nur noch mit mir selbst im Reinen sein.
